Heike Neuroth (DINI)

Metadaten: Namespaces, Application Profiles und Guidelines


Der Vortrag gibt einen allgemeinen Überblick über die neuesten nationalen und internationalen Entwicklungen im Bereich von Metadaten. Nach kurzen Definitionen der verschiedenen Begrifflichkeiten soll kurz das von der Library of Congress für die Bibliotheksszene entwickelte Metadatenformat MODS (Metadata Object Description Schema) vorgestellt werden, das auch Eingang in das Dublin Core Library Application Profile (DC-Lib AP) gefunden hat. Neben diesem Application Profile wird ebenfalls das für die Virtuellen Fachbibliotheken entwickelte Metadaten Core-Set präsentiert (VLib AP) und ein Ausblick auf weitere Planungen in diesem Bereich gegeben. Das Application Profile der Virtuellen Fachbibliotheken wird als Ausgangsbasis für eine gemeinsame Portal-Suche über alle Virtuellen Fachbibliotheken und Fachinformationsverbünde in Deutschland genutzt. Damit stehen dem Wissenschaftler in Zukunft auf der Basis einer Verständigung eines gemeinsamen Sets an Metadaten verschiedene Such- (z.B. fachliche, regionale Suche) und wahrscheinlich auch Browse-Optionen über wissenschaftlich relevante Informationen/Ressourcen zur Verfügung. Zum Schluss werden generelle Überlegungen zu der Entwicklung von Application Profiles vorgetragen, die hauptsächlich Diskussionen und Ergebnisse einer MMI-DC (Metadata for Multimedia Information) Arbeitsgruppe der europäischen Normierungsbehörde (CEN) widerspiegeln. In dieser Arbeitsgruppe wird zur Zeit an der Erarbeitung von Guidelines für Application Profiles gearbeitet, an der die SUB Göttingen beteiligt ist. Schwerpunkte hier bilden eine möglichst standardisierte Form zur Beschreibung von Metadatenelementen (z.B. eindeutige Identifikatoren einer Definition eines Elementes) aber auch grundsätzliche Überlegungen, z.B. wie Namespaces von Application Profiles sinnvoll abgegrenzt werden können.


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