Nikola Korb (DDB)

Online-Dissertationen für die Praxis

Die Vorteile elektronischer Publikationen gegenüber gedruckten Dokumente n, z.B. ein effektives Retrieval sind bekannt. Weniger bekannt scheinen die Voraussetzungen, z.B. Struktur und Semantik für die Nutzung des Mehrwerts zu sein. Damit die gezielte Suche nach Zitaten, Überschriften usw. möglich ist, müssen diese entsprechend gekennzeichnet sein und nicht nur, wie für gedruckte Publikation üblich kursiv oder fett geschrieben werden. Die Erstellung von elektronischen Dokumenten verlangt also mehr Disziplin. Die Bereitschaft dazu ist nicht weit verbreitet, teilweise ist nicht mal die Einsicht zur Notwendigkeit vorhanden. Eine Möglichkeit die Popularität von elektronischen Publikationen, z.B. Online-Dissertationen zu verbessern, ist eine veränderte Einstellung zur Festlegung des Originaldokuments. Solange die gedruckte Version als Original gilt und die elektronische Fassung nur als Kopie, hat die Erstellung eines gut lesbaren Layouts auf Papier höchste Priorität. Dies ist, z.B. mit hoher Auflösung von Diagrammen/Bildern verbunden. Sobald die elektronische Fassung als Original gilt, werden die Prioritäten anders gesetzt. Im Projekt "Dissertationen online", in "Elektronisches Publizieren an Hochschulen -Empfehlungen-" von DINI usw. wurden Vorschläfge zur Erstellung hochwertiger elektronischer Publikationen gemacht. Diese müssen "nur noch" umgesetzt werden. Seit Februar 2001 ist bei Der Deutschen Bibliothek die Koordinierungsstelle DissOnline angesiedelt. Ihre Aufgabe ist es, für Fragen zu Online-Hochschulschriften als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, ihre Verwendung und Verbreitung zu propagieren und eine Weiterentwicklung der Ergebnisse des Projektes "Dissertationen online" anzuregen und zu koordinieren.


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